Vom Rollstuhl wieder auf 4 Pfoten
An dieser kleinen Erfolgsgeschichte möchten wir Sie gern teilhaben lassen.
Im Voraus möchten wir darauf hinweisen, dass wir keine Wunder vollbringen können bzw. keine Therapien übernehmen, wenn wir keine erfolgreiche Prognose stellen können. Gerade bei Lähmungen ist eine sofortige Behandlung notwendig! Wie aber der nachfolgende Bericht zeigt, ist in einigen Fällen sogar nach längere Zeit eine Therapie sinnvoll.
Wenn eine kleine Aussicht auf eine Verbesserung der momentanen Situation besteht, stecken wir all unser Wissen und unsere Möglichkeiten in die Behandlung.
Hier handelt es sich um eine kleine Mischlingshündin, die bereits 6 Monate an ihren Rollstuhl gefesselt war. Es handelte sich um einen Zustand nach V.a. Rückenmarksinfarkt. Sie war schulmedizinisch vorbehandelt und bis zur Vorstellung bei uns physiotherapeutisch versorgt, jedoch ohne große Fortschritte. Es bestand eine Hinterhandlähmung beidseits, Stuhl- und Harninkontinenz.Weiterhin plagte sie eine ständig wiederkehrende Blasenentzündung und Harnkristalle. Am linken Bein bestand zusätzlich seit längerer Zeit eine große, schlecht heilende Wunde, die sie immer wieder aufbiß.
Die verzweifelte Besitzerin stellte uns ihre Hündin, mit der Frage nach Aussicht auf Besserung oder Endzustand, vor.
Nach ausführlicher Untersuchung, intensiver Beratung und Abwägung der Erfolgsaussichten übernahmen wir die Therapie. Die Hündin wurde zu intensiven Behandlungs- und Rehamaßnahmen bei uns aufgenommen.
Die Intensivtherapie kurz im Überblick:
- 3 x tgl. 1,5h Horizontal Therapie (verschiedene Programme je nach zu behandelnder Bereiche )
- Phytotherapie (Muskelaufbau,Stoffwechselaktivierung,Gelenks- u. Knorpelunterstützung, Entgiftung)
- Immunsystemstärkung
- Akupunktur
- Massagen
- Intensive Bewegungstherapie, Laufen,Stehen
Akupunktur
Bereits nach 11 Tagen zeichneten sich erste Erfolge ab. Die Hündin konnte längere Zeit stehen und versuchte ihre ersten Schritte. Die Wunde war geschlossen. Nach ungefähr vier Wochen konnten wir bereits ohne Rollwagen trainieren. Sie verlor keinen Urin oder Kot unkontrolliert im Haus und es konnten keine Harnkristalle mehr nachgewiesen werden und auch das Problem der Blasenentzündung war beseitigt.
Nach 8 Wochen täglicher intensiver Behandlung und Rehamaßnahmen konnte die Hündin ihrer Besitzerin übergeben werden. Sie läuft allein, wackelig, fällt ab und an noch hin, schafft es allein aufzustehen und weiter zu laufen. Man kann mit ihr an der Leine bereits 1 Stunde spazieren gehen. Die Hündin ist unglaublich energiegeladen und hat ihren Lebenswillen zum Glück auch nie aufgegeben. Wir sind optimistisch, dass das Laufen bei weiterem Training und Muskelaufbau immer besser und sicherer werden wird und sich auch der Kot- und Urinabsatz besser kontrollieen wird. Ab und an zeigt sie bereits an, dass sie raus möchte. Jedoch ist dies noch nicht zuverlässig. Mit regelmäßigem „Gassi“ gehen ist dies aber überhaupt kein Problem. Die Hündin verliert nicht mehr unkontrolliert Urin.
Hier können Sie einen Videoausschnitt sehen, der den Zustand bei der Aufnahme und am Entlassungstag nach nur 8 Wochen Therapie zeigt:
hier klicken und dann bitte dort oben links auf "Rolli" klicken, um das Video zu sehen!